Graf Schack Mauseleum...

...auf dem Friedhof in Stralendorf

Die älteste erhaltene Urkunde von Stralendorf wurde am 7. Januar 13 34 geschrieben. Das Gebiet in und um Stralendorf wurde wahrscheinlich wesentlich früher besiedelt. Das beweisen die vielen Funde und die Grabmäler aus der Zeit der Urgesellschaft. Das Hünenbett an der alten Handelsstraße von Boizenburg nach Schwerin ist mit seiner Länge von 125 Metern etwa 4500 Jahre alt. Der Name Stralendorf geht auf ein holsteinisches Adelsgeschlecht zurück, das in Plön und Umgebung ansässig war.

In ihrem Familienwappen führten sie drei nach rechts gerichtete Pfeile, so genannte Strale. Die Vertreter dieses Adelsgeschlechts gründeten irgendwann nach 1160, nachdem Heinrich der Löwe die slawischen Völker besiegte, den Ort Stralendorf. Urkunden sind erst aus dem 14. Jahrhundert erhalten geblieben.


In den nachfolgenden Jahrzehnten war Stralendorf ein Rittergut, das spätestens ab 1520 in den Besitz des Herzogs von Mecklenburg überging. In diesem Besitz blieb Stralendorf bis 1918. Erst die Novemberrevolution 1918 und die Bodenreform 1945 machten mit diesen feudalen Überresten Schluss. In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges hatte, wie alle Dörfer und Städte, auch Stralendorf durch die Söldner der kriegsführenden Herrscher Europas zu leiden.

So verbrannten 1638 durch einen bewusst gelegten Brand die Kirche, die Schmiede und zwei weitere Bauernhöfe. Die Beschreibung im 19. Jahrhundert lautete: Pachthof (Hausgut) und Dorf an der Schwerin - Wittenburger Landstraße. Hof: 98 Einwohner, Dorf: 459 Einwohner, das Dorf hat eine Pfarrkirche, 2 Schulen, 19 Erbpächter, (1 Krüger und Schmied) 25 Häusler (1 Schenkwirt) 18 Büdner. Mit dem Bau der Häuslerstellen südlich der Dorfstraße im 19. Jahrhundert wurde bereits die Entwicklungsrichtung für die Erweiterung von Stralendorf vorgegeben.

Die im 19. Jahrhundert entfachte Bewegung zur Gründung freiwilliger Feuerwehren erfaßte auch Stralendorf. 1876 wurde in Stralendorf die erste Freiwillige Feuerwehr Stralendorf gegründet. Wehrleiter war der damalige Bürgermeister Buggenthin. Seit dieser Zeit hat die Freiwillige Feuerwehr eine ununterbrochene Tradition und ist ein fester Bestandteil im Ort. Die Gründung des ersten Sportvereins fällt auch in diesen Zeitraum. Turn- und Radsportvereine dominierten seit dieser Zeit in der Gemeinde Stralendorf. Erst im 20. Jahrhundert entwickelte sich der heute vorherrschende Fußballsport.

Die Aufsiedlung des Gutes und einiger Bauernstellen nach dem 2. Weltkrieg führte zur Erweiterung des Dorfes der Bauern, Büdner, und Häusler. Der Aufbau der Maschinen- und Traktorenstation westlich des ehemaligen Gutshofes zwischen Lindenallee und Gartenweg nach 1945, wurde im Jahre 1990 zum Ansiedlungspunkt für neues mittelständisches Gewerbe. Auf dem ehemaligen LPG-Gelände wurde durch den Aufbau eines Agrarbetriebes die Bedeutung der Landwirtschaft erhalten.

Für die weitere gewerbliche Entwicklung in der Gemeinde Stralendorf wurde im östlichen Teil ein über 15 ha großes Industrie- und Gewerbegebiet geschaffen. Südlich der Dorfstraße hat sich im östlichen und westlichen Bereich der Ortslage der heutige Wohnbereich entwickelt. Der in der Vergangenheit durchgeführte Bau von mehrgeschossigen Wohnblöcken wird nunmehr durch den Bau von herrlich gelegenen Einzelhäusern fortgesetzt.

Die Gemeinde Stralendorf möchte sich zu einem attraktiven Verwaltungs-, Bildungs- und Wohnzentrum entwickeln. Stralendorf ist ebenfalls Amtssitz für 8 weitere Gemeinden der umliegenden Region. Als Schulstandort mit der über 600 Schüler zählenden Grund-, Haupt- und Realschule nimmt Stralendorf auch wichtige Bildungsfunktionen der umliegenden Gemeinden wahr.

Durch den in der Dorfmitte liegenden Sportkomplex mit Stadion, Kegelbahn und Amtssporthalle sind gute Voraussetzungen zur weiteren Ausgestaltung als ländliches, sportliches und kulturelles Zentrum gegeben.

Chronik von Stralendorf Teil 1 + 2


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